Grade sind sie wieder Richtung Heimat gefahren: meine Ellis und der Opa väterlicherseits.
Da ich zwischen den Feiertagen arbeiten muss, wollte ich dieses Jahr nicht nach Hause fahren und da sich meine Ellis sowieso noch meine neue Wohnung anschauen wollten, beschlossen wir, dass sie mich am 1. Feiertag besuchen kommen...
Es war ein schöner Tag, ich habe gekocht. Ja, doch, es ist mir gut gelungen, alle waren satt und wir hatten kaum Reste. Zum einen gutes Auge, zum anderen trotzdem alle satt geworden. Sehr gut!
Nun, danach haben wir nen kleinen Verdauungsspaziergang gemacht und sind ne Runde um den Block gelatscht. Da Opa nicht mehr allzu gut zu Fuß ist und wir dann auch noch Kuchen essen wollten, ließen wir es mit ner Dreiviertel Stunde aber auch genug sein...schwuppdiwupp war der Käsekuchen und der Apfelstrudel im Backofen und der Kaffee angesetzt...*grins*
Nun ja, dann ging alles ziemlich schnell und sie waren auch schon wieder weg...für Opa war das wohl alles doch ziemlich anstrengend und sie haben ja auch noch 4 Stunden Fahrt vor sich...da kann ich verstehen, dass sie halb fünf los wollten...davor hat Papa noch schnell Licht im Flur gemacht und den Lichtschalter aufm Dachboden befestigt! Sehr gut!
Alles in allem war es ein wirklich sehr schöner Tag mit meinen Lieben, zwar nur begrenzte Zeit, aber dafür mehr genossen, dass sie da waren und man sich gegenseitig was gutes getan hat. Ja, ich bin glücklich, eine solche Familie zu haben!!! Ich könnte mir keine bessere wünschen!!!
Das ist für mich Weihnachten!!!
Dienstag, 25. Dezember 2007
We are family
Sonntag, 23. Dezember 2007
Einmal werden wir noch wach...
..heissa, dann ist Heilige Nacht...
So weit ein traditionelles Weihnachtslied...Für mich die Zeit, mir mal ein paar weitergehende Gedanken zu diesem Jahr mit seinen Erlebnissen und Bekanntschaften...
Letztes Jahr zu Silvester habe ich Kontakt zu einem alten Schulfreund aufgenommen. Mein bester Freund hatte mir die Handynummer besorgt und kurz nach Mitternacht habe ich auch diesem R. einen Neujahrsgruß geschickt.
Er kannte natürlich die Nummer nicht und so begann ein heiteres Raten, wer hinter dem Gruß stecken könnte und so kamen wir ganz locker nach knapp 10 Jahren Schuldende wieder ins Gespräch.
R.st derjenige, den ich unter meinen Freunden bisher am längsten kenne, mit ihm bin ich seit der 3. Klasse mit erweitertem Russischunterricht zur Schule gegangen und auch wenn wir irgendwann die Klassen gewechselt und dann in der Oberstufe keinen Kurs mehr miteinander hatten, waren wir irgendwie immer freundschaftlich verbunden. Zumindest hatte ich immer dieses Gefühl, wenn ich diesen Namen irgendwo hörte.
Nun ja, es stellte sich heraus, dass es ihn durch seinen Job bei der Bundeswehr ganz in meine Nähe verschlagen hatte und er nun seit diesem Jahr nur anderthalb Autostunden von mir entfernt Dienst machen würde.
Wir beschlossen also die Chance zu nutzen und uns zu treffen. Letztlich waren wir dann zusammen eine Couch für seine neue Wohnung aussuchen und haben den ganzen Tag viel gequatscht. Dabei bemerkte ich, dass sich diese Verbundenheit von meiner Seite aus nicht verändert hatte. Wir konnten immernoch sehr gut miteinander lachen und quatschen, haben den gleichen Sinn für Humor und zu den kindlichen Sympathiegefühlen kamen plötzlich noch sexuell anziehende Gefühle hinzu...er war groß, durchtrainiert und muskulös, hatte noch immer sein charmantes Lächeln und den bestechenden Witz, wunderschöne Augen und sehr schöne Hände...rundum muss ich gestehen, dass er sich zu einem echten Traumtyp entwickelt hat, zumal zu diesen Werten auch noch sein scharfer Intellekt und seine Intelligenz hinzukommen...
Nun ja, nach diesem einen Treffen war es so, als wären die ganze Jahre dazwischen nicht wirklich gewesen, irgendwie war da gleich wieder dieses Vertrauensverhältnis und auch wenn der Kontakt nicht wirklich regelmßig war, war er doch nie ganz weg. Es meldete sich immer der eine oder der andere, und wir kamen auf die Idee, dass ich ihn während eines Aufenthalts in München an der Bundeswehr-Schule besuchen könnte. Er könnte dort kostenlos übernachten und durch die Feiertage (Rosenmontag..) wären auch nur 3 oder 4 Personen in der Unterkunft, so dass ich bei ihm Zweibettzimmer übernachten könnte...da ich noch nie in München überlegte ich keine Sekunde und buchte sofort meine Zugtickets. Die Reise sollte von Samstag bis Montag dauern und ich freut mich riesig...München mit einem tollen Begleiter, der sich unwahrscheinlich viel Mühe gegeben hat, mir die Stadt und die Umgebung zu zeigen. Es war wirklich toll...
Er holte mich Samstagmittag am Hauptbahnhof in München ab und wir machten zuerst eine Stadtführung, er konnte wirklich viel erklären, war wirklich sehr schön....gegen Abend sind wir dann aufs BW Gelände und haben den Schulungsraum mit Beamer zum DVD kucken benutzt: die Böhsen Onkelz, AbschiedsDVD Pack zum letzten zert aufm Lausitzring mit allem drum und dran...dazu noch bissi Wodka und Red Bull und wir beide hatten nen verdammt lustigen Abend noch bevor mit Bekannten von ihm in ne Münchner Disko gefahren sind...da hatten wir beide schon gut einen im Tee und entsprechend lustig und entspannt war es dann in der Disse auch, obwohl es eine "Gothic-Underground-Special"Disko war, für uns war es echt lustig *lol
Naja, irgendwann gings dann nach Hause und wir haben es uns in der Bundeswehr-Unterkunft gemütlich gemacht, nochn bissi geblödelt und gekuschelt und dabei sind auch ein paar Streicheleinheiten entstanden, die mir Lust auf mehr gemacht haben...
Seither haben wir uns zwar nochmal gesehen und hier und da auch mal gechattet oder telefoniert, aber wir hatten bisher noch nicht wieder solch engeren Kontakt wie damals in München. Dabei sprechen bzw schreiben wir regelmäßig...es ist schon fast bezeichnend für die erotische Anziehung, dass wir beinahe jedesmal, wenn wir irgendwie miteinander kommunizieren früher oder später zum Thema Sex abgleiten...psychologisch sehr interessant, wie ich finde...
Mal schauen, wann wir uns das nächste Mal sehen...vielleicht in meiner neuen Wohnung?! Allein?! *grins
Freitag, 21. Dezember 2007
Kurz vor Weihnachten
Heute ist Freitag, 3 Tage vor Heiligabend und mir ist kein Stück weihnachtlich zumute... Wobei ich dabei nicht umhin komme, mich zu fragen, was "weihnachtlich" überhaupt heißen soll? Weihnachten bedeutet für mich, dass ich die Zeit mit meinen Lieben verbringe.
Mit meinen Eltern, meinem Opa und meinem Freund und dessen Familie. Einfach die Menschen, die mir am Herzen liegen. Aber das ist für mich kein typisch weihnachtliches Gefühl, denn ich freue mich eigentlich immer, wenn meine Eltern und Verwandten mal wieder sehen kann.
Das ist für mich das größte Geschenk an Weihnachten: der Luxus, viel Zeit mit meinen Lieben zu verbringen. Zumal mir von Jahr zu Jahr diese Schenkerei mehr auf die Nerven geht. Eigentlich entspricht es nicht meinem Naturell, solche Dinge auf Kommando zu tun.
Ich möchte schenken, wenn mir nach Schenken ist. Das ist wie mit Karneval: ich kann diesem "auf-Kommando-fröhlich-sein" nichts abgewinnen und entscheide doch lieber selbst, wann ich lache und gut drauf sein möchte...
Abgeschweift...
Ich sitze alleine in meiner Wohnung, meine Mitbewohnerin habe ich zum Bahnhof gebracht, sie wird die freien Tage bei ihrer Familie verbringen. Somit habe ich Zeit und Gelegenheit mir diese Gedanken über Weihnachten an sich und meine diesjährige Gestaltung der Feiertage und des Jahreswechsels...
Ich habe eine sehr interessante Einladung bekommen: den Jahreswechsel bei einer lieb gewonnenen Bekanntschaft aus dem Internet auf einer "Nichts-vorhaben-Party" in deren Wohnzimmer zu verbringen..
Es wären knappe 200 km von hier entfernt und ich kenne diese Frau nur aus dem Internet und weiß aus ihrem Leben nur das, was sie in ihrem Blog von sich preis gibt und was wir bei kurzen Chats austauschen konnten... und doch ist sie sehr sympathisch: ihre Art zu Denken, zu Fühlen, mit Gefühlen umzugehen und einfach die alltäglichen Dinge, die sie tagein tagaus erlebt, geben mir das Gefühl, sie irgendwie ein wenig zu kennen...weil sie dort in der Anonymität nichts spielen muss, was sie nicht ist und nicht sein will...
Und diese Frau könnte ich nun unter Umständen auf einer Silvesterparty in ihrer Wohnung kennenlernen...alle anderen eingeladenen kenne ich ebenso wenig... Es wäre also schon eine Herausforderung und ich weiß nicht genau, ob ich dafür mutig genug bin.....
Was, wenn die SYmpathie im realen Leben nicht vorhanden ist und man sich weder was zu sagen hat, noch miteinander lachen kann?!
Meine andere Internetbekanntschaft sagt neidisch, sie würde so gern bei der Party dabei sein und wünscht mir ganz viel Spaß...ich gehe davon aus, dass sie meint, dass es ein lustiger Abend werden könnte. Zumindest scheint sie nicht zu befürchten, dass A. und ich uns gar nicht verstehen würden...;-)
Diese ominöse A. hat mich übrigens auch dazu gebracht, wieder mit dem Bloggen zu beginnen. Sie fragte mich einfach, ob ich noch irgendwie weblog schreiben würde und ich habe verneint, weil ich es dran gegeben hatte...
Aber nun, da ich wieder gewisse Freiheiten genieße und meine Tage so gestalten kann, wie ich es möchte, werde ich mir die Zeit nehmen und mit dem virtuellen Tagebuch wieder ein paar Momentaufnahmen meines Lebens festhalten, um mich später besser erinnern zu können.
Ich weiß nicht, wie regelmäßig ich dazu kommen werde, zu posten. Aber ich freue mich, mal wieder irgendwo was niederschreiben zu können...was mich bewegt...wie es mir geht...was ich in bestimmten Situationen und bei bestimmten Personen gedacht und empfunden habe...
